Plenarveranstaltungen

Cornelsen Verlagslogo
ESV Verlagslogo
Klett Verlagslogo

 

Waxmann Verlagslogo
WBV Verlagslogo
Westermann Verlagslogo

 

Raum: (folgt)

Mittwoch, 22.09.2021

14:40–15:40

Plenarvortrag I 

Vortragende: Prof. Dr. Susanne Prediger

Donnerstag, 23.09.2021

16:30–17:30

Plenarvortrag II

Vortragende: Prof. Dr. Bonny Norton

Freitag, 24.09.2021

11:30–12:30

Plenarvortrag III

Vortragender: Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani

Plenarvortrag I: Prof. Dr. Susanne Prediger

Forschungsformate zum Beitrag der Sprachbildung zur Bildungsgerechtigkeit – Erfahrungen aus einer anderen Fachdidaktik

Sprachbildung ist in den letzten Jahren zur Querschnittsaufgabe aller Fächer erklärt worden, um durch die Förderung der Bildungssprache einen Beitrag zur Stärkung der Bildungsgerechtigkeit zu leisten, nicht nur für mehrsprachige, sondern auch für einsprachige Lernende. Auch wenn diese generelle Forderung breiten Konsens findet, gibt es zur empirischen Fundierung ihrer didaktischen Ausgestaltung erheblichen weiteren Forschungs- und Entwicklungsbedarf. Im Vortrag wird aus einer 12-jährigen Projekt-Serie am Beispiel des sprachbildenden Mathematikunterrichts berichtet, die verschiedene empirische Forschungsformate genutzt hat, um zu klären (1) welche Rolle Sprachkompetenz für das fachliche Lernen genau spielt, (2) wie Sprachbildungsansätze (und ggf. mehrsprachige Ressourcen) im Fach­unterricht einbezogen werden können, (3) inwiefern diese für das fachliche Lernen wirksam sind, (4) wie Lehrkräfte für sprachbildenden Fachunterricht professionalisiert werden können. Der Vortrag ist gemeint als Gesprächsangebot, inwieweit auch die Fremdsprachendidaktik zu dem skizzierten Forschungsprogramm zur empirischen Fundierung der Sprachbildung im Fachunterricht und ihrem Beitrag zur Stärkung der Bildungsgerechtigkeit beitragen könnte.

Plenarvortrag II: Prof. Dr. Bonny Norton

Identity, Investment, and Digital Storytelling for a Multilingual Future

The world has changed since I published my early work on identity, investment, and language learning in the mid 1990s. Because of advancements in digital technology, there are new relations of power at micro and macro levels, and digital literacy has become essential in “claiming the right to speak.”  As language learners navigate these changing times, they need to negotiate new identities, investments, and imagined futures (Norton, 2013). Working with Ron Darvin, I have responded to new linguistic landscapes by developing an expanded model of investment that integrates identity, ideology, and linguistic capital in a comprehensive framework (Darvin & Norton, 2015). In this presentation, I will demonstrate that while there are structures that may limit a language learner’s investment, the model illustrates how learners can draw on language and literacy practices that enhance possibility. Drawing on my recent research on digital storytelling in both wealthy and poorly resourced communities worldwide (Norton, Stranger-Johannessen, & Doherty, 2020), I will discuss how freely available digital stories in multiple languages can harness the linguistic capital of language learners in homes, schools, and communities, with exciting implications for the promotion of multilingualism in the 21st Century. 

Key open access resources

References

Darvin, R. & Norton, B. (2015). Identity and a model of investment in applied linguistics. AnnualReview of Applied Linguistics, 35, 35-56

Norton, B. (2013). Identity and language learning: Extending the conversation. 2nd Edition. Bristol: Multilingual Matters.

Norton, B., Stranger-Johannessen, E., & Doherty, L. (2020). Global Storybooks: From Arabic to Zulu, freely available digital tales in 50+ languages. The Conversation. https://theconversation.com/global-storybooks-from-arabic-to-zulu-freely-available-digital-tales-in-50-languages-127480

Plenarvortrag III: Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani

Teilhabe, Rassismus und Strukturwandel in offenen Gesellschaften

Die Teilhabezuwächse benachteiligter Gruppen sind mittlerweile nicht mehr zu übersehen. Ein starkes Zeichen dafür ist u.a., dass Sprache nicht mehr nur als Medium für Teilhabekonflikte, sondern vielmehr als Konfliktthema in Erscheinung tritt. Im Vortrag wird dargestellt, dass es sich hierbei um einen umfassenden Strukturwandel in kultureller, sozialer und normativer Hinsicht handelt, der eine Standortbestimmung erzwingt (und sie zugleich verunmöglicht).

 

© Foto: Mirza Odabaşı