Sektion 8

Curriculare Herausforderungen durch Digitalisierung

Prof. Dr. Almut Hille (almut.hille(at)fu-berlin.de)

Prof. Dr. Laurenz Volkmann (l.volk(at)uni-jena.de)

 

Einschneidende Umbrüche durch das rasante Voranschreiten der Digitalisierung sind und werden auch die Lehrpläne und Curricula von Hochschulen, Schulen und anderen Lehr-Lerninstitutionen neu formen. Für das Lehren und Lernen von Kulturen, Literaturen und Sprachen ergibt sich dabei vor allem eine Reihe von grundsätzlichen pädagogisch-didaktischen Anforderungssituationen: (1) Wie kann die Forderung nach verschiedenen Formen der Medienkompetenz, insbesondere die nach der kritisch-reflexiven Medienkompetenz, sinnvoll mit Inhalts- und Kompetenzfeldern der jeweiligen Fremdsprachendidaktik verbunden werden? (2) Wie wären die sich immer neu definierenden Formen der Medienkompetenzen (multiliteracies, digital literacies, etc.) mit tradierten Kompetenzfeldern zu verbinden bzw. wie wären sie ergänzend zu betrachten? (3) Wie können ‚hybride‘ (z. B. multimodale) und mediengestützte (z. B. Smartphone-unterstützte) Formen der fremdsprachlichen Interaktion aufgenommen und in curriculare Kompetenzmodelle integriert werden? (4) Wie können digital geprägte Formen der Lehr-Lernsituationen (blended learning, inverted classroom) sowie der Leistungsüberprüfung (online testing) in Curricula eingehen bzw. dort verankert werden?

Es können unter anderem folgende Bereiche fokussiert werden:

  • Curriculare Herausforderungen für den (schulischen) Fremdsprachenunterricht:  Rahmenlehrpläne, Lernzielkataloge, fächerübergreifender Unterricht, sprachsensibler Unterricht in allen Fächern, Kooperationen mit außerschulischen Partnern, auch privatwirtschaftlichen (z. B. Vorstellung von Pilotprojekten) 
  • Curriculare Herausforderungen für die Ausbildung von Lehrkräften, z. B. Weiterentwicklung von Studienordnungen/Studiengängen
  • Curriculare Herausforderungen für die berufliche Bildung, z. B. Weiterentwicklung von Ausbildungsordnungen
  • Curriculare Herausforderungen für die (weltweite) Erwachsenenbildung, z. B. studienbegleitender Fremdsprachenunterricht an Hochschulen in Form von Blended-Learning-Formaten
  • Weiterbildung von Lehrkräften durch Schaffung von neuen Weiterbildungsformaten

Willkommen sind übergreifende konzeptionelle Überlegungen, Praxisbeispiele, Reflexionen/empirische Überprüfungen bereits bestehender Angebote usw.

Angebote für Vorträge in den Sektionen werden bis zum 15. Dezember 2018 an die Sektionsleitung erbeten. Bitte senden Sie einen kurzen, aussagekräftigen Abstract von ca. 250 Wörtern (Fließtext) in einer Word-Datei samt Ihrer Angaben (Name, Institution, Email-Adresse) an die oben genannten Email-Adressen. Eine Rückmeldung erhalten Sie im Januar 2019.