Sektion 2

Neue Lehr-Lernwelten für junge Fremdsprachenlernerinnen und -lerner

Prof. Dr. Stefanie Frisch (frisch(at)uni-wuppertal.de

Prof. Dr. Jürgen Mertens (mertens(at)ph-ludwigsburg.de)

 

Der frühe Fremdsprachenunterricht legt die Grundlage für eine hohe Fremdsprachenkompetenz, wie sie in modernen Berufen selbstverständlich vorausgesetzt wird. Er ist aus den Curricula der Grundschulen nicht mehr wegzudenken und auch die Anzahl der Lernangebote in Kindergärten steigen. Neben sprachlichen, interkulturellen und literarischen Zielen hat der frühe Fremdsprachenunterricht seit der KMK Publikation „Bildung in der digitalen Welt“ nun auch den Auftrag erhalten, sich an der Entwicklung der digitalen Bildung junger Lerner zu beteiligen. Wie verändern sich die Lehr- und Lernwelten junger Lerner im Zuge der Digitalisierung? Welches Potenzial hat der frühe Fremdsprachenunterricht für die Entwicklung der Medienkompetenz? Welches Potenzial haben digitale Medien für den frühen Fremdsprachenunterricht?

In dieser Sektion sollen in den Vorträgen und den anschließenden Diskussionen aktuelle Studien zum frühen Fremdsprachenlernen diskutiert werden. Der Schwerpunkt liegt aufgrund des Rahmenthemas der Tagung auf dem digitalen Lehren und Lernen. 

Im Mittelpunkt stehen die folgenden Fragen:

1) Ziele
Welchen Beitrag zum Aufbau der Medienkompetenz kann der frühe Fremdsprachenunterricht leisten? (z. B. Dialogfähigkeit, Digital Literacy, Kritikfähigkeit)
Welchen Beitrag zum Erreichen der interkulturellen kommunikativen Handlungsfähigkeit leisten digitale Medien?
Welche Kompetenzen benötigen junge Lerner, um digitale Medien angemessen für das Fremdsprachenlernen zu nutzen?

2) Inhalte
Welche neuen Inhalte ergeben sich für den frühen Fremdsprachenunterricht durch die Digitalisierung und welches Potenzial haben sie für das Fremdsprachenlernen?

3) Lernprozesse
Wie verändern sich die Wege des Lernens?
Wie verändert sich die Kommunikation in der Fremdsprache (Hörverstehen, Sprechen, Lesen, Schreiben, Sprachmittlung) durch die Digitalisierung?
Wie können digitale Lernumgebungen so gestaltet sein, dass sie individuelle Lernprozesse angemessen fördern?

4) Lehrprozesse
Wie verändert sich das Lehren?
Welche neuen und innovativen Formen der Wissensvermittlung eignen sich für das frühe Fremdsprachenlernen?
Wie verändern sich die Rolle und Aufgaben der Fremdsprachenlehrkraft? 

5) Diagnose
Welches Potenzial ergibt sich aus der Digitalisierung für die Leistungsdiagnose und –bewertung junger Fremdsprachenlerner?

Das Ziel der Sektion besteht darin, einen Überblick zum aktuellen Stand der Forschung zum frühen Fremdsprachenlernen im digitalen Zeitalter zu geben. In den Vorträgen können dafür sowohl theoretische als auch empirische Zugänge gewählt werden, um die jeweiligen Potenziale für das Lehren und Lernen fremder Sprachen aufzuzeigen. Es soll eine Bandbreite der im schulischen wie im Kontext der Fremdsprachenforschung relevanten Fremdsprachen abgebildet werden.

Die Abstracts sollen Informationen zum Ziel der Studie, zur theoretischen Einbindung, zum Untersuchungsdesign und (falls vorhanden) zu den Ergebnissen und ihren Implikationen für die zukünftige Forschung und die Weiterentwicklung des frühen Fremdsprachenunterrichts enthalten.

Angebote für Vorträge in den Sektionen werden bis zum 15. Dezember 2018 an die Sektionsleitung erbeten. Bitte senden Sie einen kurzen, aussagekräftigen Abstract von ca. 250 Wörtern (Fließtext) in einer Word-Datei samt Ihrer Angaben (Name, Institution, Email-Adresse) an die oben genannten Email-Adressen. Eine Rückmeldung erhalten Sie im Januar 2019.