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Deutsche Gesellschaft für Fremdsprachenforschung (DGFF)

Freies Format 07

Freies Format 7:
Inklusiver Fremdsprachenunterricht (FU) (Diskussionsgruppe)

Markus Kötter (Siegen), Matthias Trautmann (Siegen), Torben Schmidt (Lüneburg), Carolyn Blume (Lüneburg)

koetter(at)anglistik.uni-siegen.de, matthias.trautmann(at)uni-siegen.de, torben.schmidt(at)leuphana.de, cblume(at)leuphana.de

Die Diskussionsgruppe soll dazu genutzt werden, den Informationsfluss und die Kooperation in der Fremdsprachendidaktik zum Thema Inklusiver FU zu intensivieren. Im Sinne der von der Gesellschaft für Fachdidaktik (GFD) in ihrem Positionspapier zum inklusiven Unterricht zurecht erhobenen Forderung nach einer „Stärkung fachdidaktischer Forschung vor allem zu Gelingensbedingungen und Fördermöglichkeiten inklusiven Fachunterrichts“ (GFD 2015:1) soll die Diskussionsgruppe eine Plattform dafür bieten, sich innerhalb der Fremdsprachendidaktik über aktuelle Projekte auszutauschen, (erste) Ergebnisse dieser Arbeit zu präsentieren und zu reflektieren, künftige Forschungsschwerpunkte zu identifizieren und Möglichkeiten gemeinsamer Forschungsprojekte auszuloten.

Leitfadengestützte Interviews, die wir als Initiatoren der Diskussionsgruppe seit dem Frühsommer 2016 mit insgesamt mittlerweile knapp 30 Gymnasial- und Gesamtschullehrerinnen und -lehrern bzw. diese unterstützenden Sonder- und Förderpädagoginnen und -pädagogen geführt haben, wobei eine Voraussetzung darin bestand, dass die Befragten bereits mindestens drei Jahre inklusiven Englischunterricht erteilt haben, zeigen, wie wichtig es ist, auf dem Wege zu einer best practice Befunde über Schwierigkeiten und Lösungen aus der Perspektive von Praktikern in die Diskussion einzubeziehen.

Wir werden zu Beginn unsere Befunde in einem kurzen Impulsreferat vorstellen. Daran schließt sich eine Plenumsdiskussion mit gegenseitigem Austausch sowie ein zweiter Impulsvortrag über ein videobasiertes Forschungsprojekt zum Fremdsprachenunterricht in einer inklusiven fünften Klasse an. Hier gehen Torben Schmidt, Carolyn Blume und Tina Kielwein der Frage nach, welche Chancen und Herausforderungen der Ansatz des Task-Based Language Learning für inklusive Settings und mit Bezug auf bestimmte Förderbedarfe mit sich bringt. Auch die in diesem Beitrag präsentierten Befunde sollen im Anschluss im Plenum gewürdigt und diskutiert werden. Ausgehend von den Daten aus diesen beiden Studien soll der zweite Slot des Freien Formats dazu genutzt werden, ggf. weitere Projekte vorzustellen, die bis dahin wahrgenommenen Desiderate zu bündeln und in eine vernetzte Planung und Absprache über geplante weitere Forschung einzusteigen.

Dr. Bianca Roters und Dr. David Gerlach stellen in diesem Rahmen auch das Netzwerk Inklusiver Englischunterricht sowie dessen Forschungs- und Praxisperspektiven vor.