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Deutsche Gesellschaft für Fremdsprachenforschung (DGFF)

Call for Papers

Die Fristen für die Einreichung von Beiträgen für die Sektionen (auch Postersektion) sowie die Freien Formate sind abgelaufen.

Lediglich in einigen wenigen Formaten besteht derzeit noch die Möglichkeit, sich mit einem eigenen Beitrag zu beteiligen. Bitte wenden Sie sich bei diesbezüglichem Interesse direkt an die jeweiligen Formatsleiter/innen, deren Emailadressen in der Formatsbeschreibung angegeben sind.

Mit und in Sprachen erwerben wir nicht nur die Fähigkeit zu kommunizieren. Sprachen erschließen uns zugleich Zugänge zur Welt, zu sozialen und kulturellen Sinngebungen und individuellen, sozialen und kulturellen Identitäten und Gruppen. Wenn wir Sprachen lernen, schaffen wir uns nicht nur die Möglichkeit, mit diesen zu kommunizieren und mit ihnen zu kooperieren, sondern wir eröffnen uns zudem Möglichkeiten der Integration. Zugleich signalisieren wir, wenn wir Sprachen lernen oder deren Erlernen ermöglichen, dass wir andere Zugänge zur Welt, andere Bedeutungszuweisungen und Identitäten anerkennen. Wir geben zu erkennen, dass wir andere Sprachen wertschätzen und ihnen gegenüber Respekt zeigen. Insofern eröffnet das Lernen fremder Sprachen in beide Richtungen Möglichkeiten des einander Kennenlernens, des Verstehens und der Integration.

Integration mit und in verschiedenen Sprachen erfolgt nicht nur auf lokaler Ebene, sondern ist auch ein regionales und globales Phänomen und lässt sich auch beim Lernen und Lehren von Sprachen auf diesen Ebenen beobachten.

Der 27. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Fremdsprachenforschung (DGFF) will unter dem Motto „Sprachen lernen integriert – global, regional, lokal“ die Forschung zusammenführen, die die verschiedenen Bereiche und Aspekte des Sprachenlernens und -lehrens beleuchten und dabei insbesondere die integrativen und integrierenden Wirkungen des Sprachenlernens in den Blick nehmen. Die insgesamt zwölf Sektionen sollen dabei den gesamten Bereich des Lernens und Lehrens von Sprachen in seiner Komplexität und Vielfalt abbilden. Sie gehen dabei u.a. den folgenden Fragen nach:

  • Welche integrativen Leistungen erbringt das Sprachenlernen in der Schule und in der Gesellschaft?
  • Wie kann sprachliche Bildung vom frühen Fremdsprachenlernen im Elementarbereich bis zur berufsorientierten Sprachenlernen aufeinander abgestimmt und damit durchgängiger konzipiert werden?
  • Welche Aspekte sind beim Fremdsprachenlernen im Beruf und in der Erwachsenenbildung, welche Besonderheiten beim Sprachgebrauch und Sprachenlernen an der Universität zu berücksichtigen?
  • Welche Kompetenzen müssen Lehrende dabei z.B. im Bereich der Diagnostik mitbringen?
  • Wie wirken sich Kulturen, Lernorte und Begegnungen auf die Integration beim Sprachenlernen aus?
  • Welche Rolle kann dabei die Literatur übernehmen?
  • Welche Funktionen und Möglichkeiten haben Medien bei der Unterstützung der Lehr- und Lernprozesse?
  • Inwiefern können durch unterschiedliche Sprachen, Kulturen und Disziplinen geprägte Forschungstraditionen bei der Erforschung des Lehrens und Lernens von Sprachen zueinander in Beziehung gesetzt werden und somit zu einem besseren Verständnis beitragen?
  • Wie ist das Zusammenspiel der verschiedenen Sprachen, die in die Lehr- und Lernprozesse hineinwirken?
  • Welche Bedarfe ergeben sich aus dem Wunsch nach oder dem Bemühen um Integration durch Sprachen lernen und welche bildungspolitischen Forderungen lassen sich daraus ableiten?

Diesen und weiteren Fragen soll der 27. Kongress der DGFF in seinen 12 Sektionen und in den weiteren Veranstaltungsformaten nachgehen.